Sparkasse unterstützt Traum von Freifunk-City in Hattingen

Bildzeile: Marcus Benthaus vom Freifunk EN e.V., Udo Schnieders, Marketing-Chef der Sparkasse mit einem Freifunk-Router in der Hand, Patrick Balke vom Freifunk-Verein, der das Logo an die Tür der Sparkasse aufklebt und Georg Hartmann, Geschäftsführer von Hattingen Marketing.

Die Sparkasse Hattingen unterstützt mit der Anschaffung von dreißig Freifunk-Routern den Traum, die Hattinger Innenstadt flächendeckend mit freiem WLAN zu versorgen.

Zusätzlich stellt das Unternehmen DSL-Anschlüsse in der Hauptstelle und in der Geschäftsstelle am Reschop für den Freifunk zur Verfügung. „Mit dieser Idee machen wir die Innenstadt attraktiver. Kurzfristig werden wir aber auch unsere Filiale in Welper in das Freifunknetz einbinden“, verspricht Udo Schnieders, Marketingleiter der Sparkasse.
Marcus Benthaus und Patrick Balke vom gemeinnützigen Verein „Freifunk im Ennepe-Ruhr-Kreis e.V.“ stellten gemeinsam mit Georg Hartmann, Geschäftsführer von Hattingen Marketing und Udo Schnieders, Marketingleiter der Sparkasse Hattingen, in den Räumen der Sparkasse das Projekt vor.

Was ist Freifunk überhaupt? Freifunk ist eine nichtkommerzielle Initiative für freie Nutznetzwerke. Sie wird organisiert von Ehrenamtlichen mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen unabhängig vom persönlichen Geldbeutel den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Ein Internet-Nutzer stellt im Freifunk-Netz seinen WLAN-Router für den Datentransfer anderen Menschen zur Verfügung. So können immer mehr Menschen Daten übertragen oder Internet-Dienste nutzen. Es entstehen sogenannte Mesh-Netzwerke. Je mehr mitmachen, desto besser verbinden sich Freifunk-Geräte zu einem großen Ganzen mit guter Reichweite.

Kosten entstehen so gut wie keine, denn der Stromverbrauch der Freifunkverteiler ist sehr gering. Auch in Fragen der Sicherheit muss man sich keine Sorgen machen. Denn auch wenn die Übertragung im Freifunk unverschlüsselt erfolgt, übernehmen die Apps auf den Geräten in der Regel die Verschlüsselung sensibler Daten. Auch die sogenannte Störerhaftung spielt für Menschen und Betriebe, die Ihre Anschlüsse zur Verfügung stellen, keine Rolle. „Im Betrieb haften nicht die Anschlussinhaber, sondern der Freifunk Rheinland, dem die Freifunk-Router gehören“, erklärt Marcus Benthaus. Die Sparkasse hat sich von diesem Konzept überzeugen lassen. „Ich finde es gut, dass Ehrenamtliche sich darum kümmern, möglichst vielen Menschen den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Wer wurde noch nicht wegen langsamer Verbindungen schon einmal auf die Geduldsprobe gestellt. WLAN ist in der Regel deutlich schneller. Wir sehen im Freifunkangebot auch deshalb eine deutliche Bereicherung für Hattingen, die Bürger aber auch für die Besucher unserer schönen Stadt“, so Udo Schnieders, Marketingchef der Hattinger Sparkasse.

Darüber freut sich auch Georg Hartmann, Geschäftsführer von Hattingen Marketing. „Freifunk gibt es in Hattingen seit 2014. Hattingen Marketing hat damals die ersten zwanzig WLAN-Router angeschafft. Für den Handel ist E-Commerce (also der elektronische Handel oder Internethandel) ein großes Thema und wir sehen in einem großflächigen Freifunk-Angebot in der Innenstadt ein tolles Angebot. In öffentlichen Gebäuden, im Rathaus, in der Altstadt, haben wir bereits Freifunk. Das ist ausbaufähig und ich freue mich sehr über das Engagement und die Unterstützung der Sparkasse.“

Jetzt können sich dreißig Freiwillige entlang der Heggerstraße melden, die auch mitmachen wollen und ihre DSL-Verbindung zur Verfügung stellen möchten. Die Hardware gibt es kostenlos von der Sparkasse, die Ehrenamtlichem vom Freifunk stehen für die Installation und für Fragen zur Verfügung. Kontakt unter E-Mail: kontakt@freifunk-hattingen.de

Bis jetzt gibt es übrigens 193 Freifunk-Router in Hattingen und es dürfen noch mehr werden. Die Altstadt, Niederwenigern und Welper sind bereits gut aufgestellt. An der Versorgung in Blankenstein wird gearbeitet. Noch nicht so gut sieht es beispielsweise in Holthausen aus. Aber das kann sich ja ändern. Im Freifunk-Verein Ennepe-Ruhr sind rund 75 Mitglieder organisiert. Der Verein ist ein Jahr alt und will auf jeden Fall weiter wachsen. „Wir stehen voll hinter dieser Idee und engagieren uns deshalb sehr gerne“, sagen Marcus Benthaus und Patrick Balke. Jetzt hoffen alle auf weitere Mitstreiter, damit der Traum von Freifunk-City bald Wirklichkeit werden kann.